Jahreshaupt versammlung

 

Ein aufregendes Jahr liegt hinter der Feuerwehr Frickingen. Darauf wies Kommandant Josef Kessler in der Hauptversammlung hin. Zu dieser kamen 40 von insgesamt 54 Feuerwehrkameraden, wie Kessler zufrieden feststellte. Zu insgesamt 28 Einsätzen wurde die Wehr im vergangenen Jahr gerufen.  Besonders zwei Einsätze brachten die Feuerwehr bis an die Grenze der Belastung: "Der große Hammer", wie Kessler sagte die zwei Unwetter im Juni und Juli. Insgesamt 110 Einsatzkräfte, auch aus Überlingen und Ravensburg, waren im Einsatz. Bürgermeister Jürgen Stukle lobte das beherzte und äußerst kompetente Handeln der Feuerwehr und die engagierte Mithilfe vieler Bürger. "Unsere Feuerwehr war 24 Stunden, also rund um die Uhr, im Einsatz", sagte Stukle. Anhand der beeindruckenden Bilder von den Unwettern könne er von einer besonders schlagkräftigen Feuerwehr sprechen. Kreisbrandmeister Henning Nöh sprach „von der Macht des Wassers, wo wir oft hilflos dastehen". Nöh lobte die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, die ihr ganzes Wissen und Können eingesetzt hätten. 

 

Frickingens Bürgermeister dankte dem Kommandanten Kessler ausdrücklich für dessen engagierte Mitgliederwerbung. Ein Kompliment sprach Stukle in diesem Zusammenhang auch der Jugendfeuerwehr aus. Philipp Elmer stellte den Tätigkeitsbericht mit allen Einsätzen vor.  Ein brennender Baum, ein Auto, das gegen eine Hauswand geprallt war, unklare Rauchentwicklung in der Graf-Burchard-Halle: Das alles zählte zu den Einsätzen, die die Frickinger Wehr im vergangenen Jahr zu bewältigen hatte.

 

Für die Jugendfeuerwehr – 25 Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren – referierte Christian Riegger. Schmunzelnd nahmen die Gäste seine Schilderungen "von einer brennenden Hose eines Betreuers" bei der gemeinsamen Probe in Salem-Rickenbach zur Kenntnis und hörten vom Höhepunkt des Jahres, dem Besuch bei der Flughafenfeuerwehr in Friedrichshafen. Christian Riegger richtete seinen Dank an die Betreuer: "Danke, dass ihr uns ausgehalten habt, egal wie anstrengend wir waren.

 

Ausbildung und Weiterbildung wird bei der Feuerwehr Frickingen groß geschrieben, sagte Kommandant Kessler und verkündete acht Beförderungen und acht

Neuaufnahmen.

 

Besonders herzliche Worte fand Kessler anlässlich des Abschieds und der Ehrung von Hugo Heilig für 40 Jahre unermüdlichen Einsatz und Uwe Nietzschmann  für 27 Jahre FW Dienst davon 22 Jahre als Schriftführer.

 

Tobias Schulz und Erwin Degen wurden vom Kommandanten für 25-jährige Tätigkeit geehrt. .

 

Der Kassenbericht fand erwartungsgemäß Entlastung.

 

Major Andreas Fahrni aus Frick in der Schweiz, der in Begleitung einiger Kameraden und Kameradinnen gekommen war, berichtete von Einsätzen aus der Partnergemeinde. Die Zahl der weiblichen Feuerwehrleute in Frick sei wesentlich höher als in Frickingen, stellte Fahrni fest, "und das ist auch gut so, denn der Ton in unserer Wehr hat sich sehr vorteilhaft verändert".

 

Quelle Südkurier Überlingen